Schuhwerfer

Veröffentlicht auf von Nix

Al-Saidi - G.W. Bush

14. Dezember 2008.
US-Präsident G.W. Bush wird bei einem Besuch im Irak von dem iranischen Journalisten Muntather Al-Zaidi mit zwei Halbschuhen beworfen (Spiegel) als er sich auf Arabisch mit "schukran" bei Maliki, Iraks Premierminister bedankt hat. Der Werfer rief "Das ist Dein Abschiedskuss, du Hund! Von den Witwen und Waisen und all denen, die im Irak getötet wurden" hinterher. Die Schuhe haben jedoch nicht getroffen. Bush konnte gerade noch schnell ausweichen. Sicherheitsbeamte der USA und Irak warfen Al Zaidi auf den Boden. Bush witztelte noch "Ich habe als Präsident seltsame Dinge erlebt, aber das war das seltsamste".
Von dem Irakern wird der Reporter Al-Zaidi vom Sender "Al Baghdadiya" als Held gefeiert und gilt in der arabischen Welt als Symbol für den Protest gegen die USA.

19. Februar 2009. Vor dem Kriminalgericht in Bagdad beginnt der Prozess gegen Al-Zaidi (Tagesschau). Er muss mit einer Haftstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen. Er wird von 25 Anwälten vertreten. Während der Justizsprecher Abdul Sattar der Meinung ist dass einem fairen Prozess nichts im Weg steht sind sich Anwälte und Familie nicht so sicher. Sie berichten von Folter während der Haft. Al-Zaidi soll jedoch bei guter Gesundheit sein. Der Prozess wird kurz nach der Eröffnung vertagt (Tagesschau) weil geklärt werden muss ob der Besuch von G.W. Bush ein offizieller Besuch war. An einem zweiten Sitzungstag der nicht in den Medien erschienen ist wurde vom Richter Abd Amir el Rubaie aber festgestellt dass es sich "sehr wohl um einen offiziellen Besuch" gehandelt habe.

12. März 2009. Al-Zaidi erklärt sich für nicht schuldig, wird aber zu 3 Jahren Haft verurteilt (Heute).

 

11. September 2009. Al-Zaidi kommt  wegen guter Führung bereits am Montag 14. September 2009 frei. Seine Fans und Kollegen wollen ihm einen Heldenempfang bereiten (n-tv).

 

15. September 2009. Al-Zaidi berichtet nach seiner Freilassung von Folterungen. Er sei mit Elektroschocks und Schlägen misshandelt worden. Ausserdem soll am Tag seiner Festnahme sein Kopf mit Wasser übergossen worden sein um Ertrinken zu simulieren. Danach ist er wohl die ganze Nacht in der Kälte festgehalten worden (Sueddeutsche).


Martin J. - Wen Jibao

02. Februar 2009. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jibao (Spiegel) wird während eines Besuches in Grossbritannien während einer Rede von einem Mann aus einer hinteren Reihe mit einem Schuh beworfen der ihn jedoch nicht getroffen hat. In den chinesischen Medien wird der Vorfall zunächst unterdrückt.

 
09. Februar 2009. Wen Jibao fordert eine milde Strafe für den deutschen Studenten (Welt) der einen Schuh nach ihm geworfen hat. Er möchte dass der 27-jährige Doktorand Martin J. sein Studium weiter führen kann. Martin J. drohen bis zu 6 Monaten Haft und ein Bußgeld in Höhe von 5730 Euro.

10. Februar 2009. Martin J. steht vor Gericht und hat auf nicht schuldig plädiert (Welt). Der Prozess wurde um vier Wochen vertagt, da die Staatsanwaltschaft mehr Beweismaterial wie Videoaufnahmen der Veranstaltung auswerden möchte. Martin J. hat sich vor ein paar Tagen in einem Brief an die chinesische Botschaft entschuldigt. Er bittet das chinesische Volk und Wen Jibao seine Entschuldigung anzunehmen (Spiegel).

 

01. Juni 2009. Der Prozess gegen Martin J. beginnt (Heute, Tagesschau).


Benjamin Dagan


05. Februar 2009. Der israelische Botschafter Benjamin Dagan (Spiegel) wird bei einem Besuch in Schweden zunächst mit einem Schuh beworfen der ihn am Bein getroffen hat. Danach flogen auch noch mehrere Bücher von anderen Teilnehmern. Ein Mann und eine Frau wurden verhaftet.

 


 

Mehr zum Geschehen in diesem Jahr findet man in der Wikipedia: 2009

Veröffentlicht in Politik

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