Hat Bischof Walter Mixa Heimkinder verprügelt?

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Bischof Walter Mixa

 

Der Erzbischof von Augsburg, Walter Mixa, wird von 6 ehemaligen Heimkindern mit eidesstattlichen Versicherungen beschuldigt in den 1970er und 1980er Jahren als Stadtpfarrer von Schrobenhausen zugeschlagen zu haben. Walter Mixa war von 1975 bis 1996 Stadtpfarrer in Schrobenhausen.

Damit hat die katholische Kirche nachdem Papst Benedikt XVI. bereits durch seine Ignoranz gegen Kindermisshandlung aufgefallen ist (Nixblog), sein Bruder Georg Ratzinger wie er selbst zugegeben hat bei den Regensburger Domspatzen selbst Kinder verprügelt hat (Nixblog), Erzbischof Robert Zolitsch möglicherweise Kindermissbrauch vertuschte (Nixblog) und den ganzen anderen Missbrauchsfällen in Deutschland (Nixblog) und im Ausland (Nixblog) den nächsten Skandal.

Das Bistum spricht von Diffamierung. Es weist darauf hin dass Mixa in dem Heim keine erzieherische und pädagogische Funktion hatte und niemals körperliche Gewalt gegen Kinder angewendet haben soll. Das Bistum behält sich zivilrechtliche und strafrechtliche Schritte vor.

Man kennt Mixa jedoch aus der Presse als Mann des scharfen Wortes. Er zählt zusammen mit dem Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller und dem Kardinal von Köln Joachim Meisner zu den Hardlinern der deutschen katholischen Kirche. In der Diskussion um die Missbrauchsfälle ist er negativ aufgefallen als er versuchte der sexuellen Revolution die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Hildegard Sedlmaier (Heute März 2010 48 Jahre alt) soll im Alter von 15 Jahren als sie im Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef in Schrobenhausen lebte von ihm aus dem Bett hochgerissen worden sein. Dann soll er ihr mehrmals auf den Oberarm geschlagen haben so dass ihr Arm viele blaue Flecken hatte. Innerhalb einer Woche soll Mixa sie dreimals jeweils mit einer Faust geschlagen haben.

Monika Berhard erzählt von 2 Ohrfeigen. Ausserdem soll sie einen "Boxschlag" gegen den Oberarm bekommen haben und wegen dem Klima der Angstbis ins zwölfte Jahr Bettnässerin gewesen sein. Sie hat anscheinend bis heute Alpträume.

Angelika Kopf, eine kaufmännische Angestellte aus Neusäß bei Augsburg berichtet von 10 Schlägen mit der Faust gegen den Oberarm. Durch jeden Schlag fiel sie aufs Bett und Mixa lies sie wieder aufstehen und schlug dann wieder zu.

Die heute 47jährige Jutta Stadtler war von 1968 bis 1977 in dem Heim untergebracht. Sie beschreibt in einer eidesstattlichen Versicherung wie Mixa ihr mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen haben soll. Ausserdem soll er ihrem Bereicht nach immer wieder sein Auto gebraucht haben welches dann von jeweils 4 Kindern mehrere Stunden lang geputzt werden musste. Ausserdem gibt sie auch an von zwei Klosterschwestern misshandelt worden zu sein so dass sie überall blaue Flecken hatte. Einmal soll eine Schwester ihr die heiße Suppe über den Kopf gegossen haben als sie ihr Essen nicht aufessen wollte.

Ein 44jähriger Maler soll zur Klausur gerufen worden sein. Dort soll es dann von Mixa mit einem Teppichklopfer 35 Schläge auf den Po gegeben haben.

Matthias Müller (Name geändert), ein 41jähriger Familienvater der von 1972 bis 1982 in dem Kinderheim lebte soll von Mixa mindestens 50 Mal die Hose heruntergezogen worden sein, danach soll er 5 bis 7 Mal mit einem Stock auf den nackten Po zugeschlagen haben. Einmal soll Mixa einen Kochlöffel für die Prügel genommen haben der durch die Schläge abgebrochen ist. Bei den Prügeln soll Mixa Dinge gesagt haben wie "In dir ist der Satan den ich dir schon austreiben werde".

Bestätigt werden die Vorwürfe von Matthias Müller durch eine eidesstattliche Erklärung einer Mitarbeiterin der Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf der von diesen Vorwürfen offensichtlich lange vor der derzeitigen Skandalserie berichtet wurde.

Auch 2 Nonnen vom Orden der Mallersdorfer Schwestern sollen die Kinder regelmäßig mit Besen, Pantoffeln und Kleiderbügeln geschlagen haben. Die beiden sollen bis heute in dem Heim arbeiten.

Eine Erzieherin die in dem Kinderheim arbeitete und ihren Namen nicht veröffentlichen will soll berichtet haben dass 2005 noch ein Kind von einer Schwester geschlagen wurde. Aus dem Heim ist bisher nur ein Übergriff aktenkundig. Ein Mitarbeiter soll 1999 einem Kind einen Kinnhaken verpasst haben und sofort suspendiert worden sein.

 

Quellen: Sueddeutsche, Welt, Heute, Stern, Focus, Sueddeutsche

 

Chronik

 

03.04.2010. Bischof Mixa erinnert sich nicht. Dafür aber 2 weitere ehemalige Heimkinder (BR Online).

 

02.04.2010. Die Gemeinde ist gespannt auf die Karfreitagspredigt "Zum letzten Abendmahl" ihres Hirten im Augsburger Mariendom (Sueddeutsche). In der Zwischenzeit haben sich 4 weitere Zeugen an eine Lokalredaktion im Bistum Augsburg gewendet. Sie berichteten von heftigen Ohrfeigen und Prügeln mit dem Gürtel durch Hr. Mixa (Nürnberger Nachrichten Online).

 

Vier weitere ehemalige Heimzöglinge, darunter eine Frau, haben sich an eine Lokalredaktion im Bistum Augsburg gewandt und schlimme Erfahrungen mit Mixa aus dessen Schrobenhausener Zeit geschildert. Alle berichten von heftigen Ohrfeigen, einer von Prügeln mit dem Gürtel.

 

01.04.2010. Walter Mixa schweigt. Die Bischofskonferenz stellt sich hinter ihn (Tagesschau, Heute, Sueddeutsche, Spiegel).Bischof Mixa bietet den Opfern Gespräche an, weist die Vorwürfe jedoch zurück (BR-Online, Sueddeutsche). Die Opfer lehnen Gespräche jedoch ab und erklären dass die Stellungnahme von Mixa "verlogen und unverfroren ist (Sueddeutsche, Spiegel).

 

31.03.2010. Erste Reaktionen auf die Vorwürfe (Sueddeutsche).

 

18.02.2010. Porträt Bischof Mixa der Erregungserreger (Sueddeutsche).

 

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Mehr zum Geschehen in diesem Jahr findet man in der Wikipedia: 2010


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Das Bild vom Mobiltelefon stammt von Wikimedia Commons von Andrew Fitzsimon
und wurde unter der public domain Lizenz veröffentlicht.
Das Bild von "Bischof Walter Mixa" stammt  aus der Wikipedia von Dr. Christoph Goldt
und wurde unter der der Creative Commons-Lizenz

 

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