Machtwechsel in den USA

Veröffentlicht auf von Nix

Am 20. Januar 2009 wird US-Präsident George W. Bush Geschichte sein. Ich freu mich drauf. Zur Amtseinführung des zukünftigen 44. Präsidenten Barack Obama werden in Washington D.C. etwa 2 Millionen Besucher erwartet.

Bush zieht gegen Ende seiner Amtszeit eine positive Bilanz seiner Amtszeit und räumt einige Fehler ein. Darunter sein Krisenmanagement nach dem Hurrikan "Katrina". Er verteidigt jedoch weiterhin das Kriegsverbrechen Irak welches er mit unzähligen Lügen vom Zaun gebrochen hat.

Der zukünftige Präsident Barack Obama verspricht dass es "Folter bei ihm nicht geben wird". Er schliesst rechtliche Schritte gegen Bush und den derzeitigen Vizepräsidenten Cheyney nicht aus. Cheyney hatte kurz zuvor das "Waterboarding" wieder verteidigt.

Für den Tag seines Amtsantritts verspricht Obama die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo in dem noch etwa 250 Menschen inhaftiert sind anzuordnen. Bis es dann jedoch endgültig geschlossen ist werden einige Monate vergehen. Am selben Tag will er auch ein Expertenteam zur Vermittlung in den Nahen Osten schicken.

Auf die Bitte von Obama hat Bush die letzten 350 Mrd US Dollar aus dem Rettungspaket beim Kongress beantragt damit die kommende Regierung nach dem Amtsantritt am 20. Januar 2009 schnell über das Geld verfügen kann.


Für den Afghanistankrieg wird im Moment eine Strategie ausgearbeitet. Die B(f)usch-Regierung hatte keinen Plan. Obama will Osama bin Laden mit aller Macht bekämpfen. Das Grenzgebiet zwischen Afghanistan und dem Irak soll in Zukunft nicht mehr als Rückzugsgebiet dienen können.

Auch die zukünftige US-Aussenministerin Hillary Clinton kündigt einen Wechsel in der Aussenpolitik an und will mehr mit anderen Ländern zusammenarbeiten. In Richtung Kuba sind Reiseerleichterungen geplant.


17. Januar 2009. Barack Obama fährt mit einem historischen Sonderzug von Philadelphia (Bundesstaat Pennsylvania) nach Washington. Die Fahrt wird nach dem Vorbild der überlieferten Zugfahrt vom 16. US-amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln durchgeführt. Er war auf der selben Strecke zur Amtsübernahme gefahren.


Noch-Präsident G.W. Bush zementiert mit sogenannten Last-Minute-Erlassen seine konservative Politik.

18. Januar 2009. In Washington findet eine Open-Air-Party für den kommenden Präsidenten mit einem grossen Konzert mit vielen bekannten Künstlern wie Bruce Springsteen, Beyonce und Bono vor dem Lincoln Memorial statt. Trotz der Kälte kommen hunderttausende von Anhängern.

19. Januar 2009. Die Tagesschau hat eine kleine Serie über die Herausforderungen für den neuen Präsidenten geschrieben:

Teil 1 - Vom "Krieg gegen den Terror" zu einer neuen Strategie
Teil 2 - Erste Hilfe für das marode Gesundheitssystem
Teil 3 - Wie Obama den Treibhauseffekt eindämmen will
Teil 4 - Wie Obama der US-Konjunktur auf die Sprünge helfen will
Teil 5 - Vererbte Kriege - Obamas Irak- und Afghanistanstrategie

20. Januar 2009. - Heute ist der grosse Tag. Bei -6° C sind in Washinton schon am frühen Morgen die Strassen verstopft. Zunächst gehen die Obamas am Morgen in die Kirche, danach werden sie vom scheidenden Präsidenten G.W. Bush ein letztes Mal bei Kaffee und Kuchen im Weißen Haus empfangen.
Die offizielle Vereidigungszeremonie beginnt um 11.30 Uhr (17:30 Uhr MEZ). Vizepräsident Biden spricht als erstes die Eidesformel. Barack Obama legt um 12 Uhr (18 Uhr MEZ) als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika auf den Stufen des Kapitols seinen Amtseid ab. Bei der Zeremonie legt er seine linke Hand auf eine Bibel des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln.
In seiner anschliesenden Rede stimmt er seine Zuhörer auf schwere Zeiten ein und verspricht das mit falschen Versprechungen Schluss sein soll. Er spricht davon dass durch die Gier, der Verantwortungslosigkeit weniger und weil man nicht die harten Entscheidungen getroffen hat um das Land auf ein neues Zeitalter vorzubereiten die Wirtschaft geschwächt sei. Mit dem Ausbau von Infrastruktur, Forschung, Verbesserung des Gesundheitswesens und der Investitionen in Bildung muss die Basis für ein neues Wachstum gelegt werden. Obama verspricht das Vertrauen zwischen den Bürgern und der Politik wiederherzustellen. Der Welt sagt er dass die USA ein Freund jeder Nation und jedes Menschen ist welche eine Zukunft in Frieden und Würde anstreben. Er will die USA in ein Zeitalter des Friedens führen. Am Schluss seiner Rede spricht er noch von seinem in Kenia geborenen Vater der vor nicht einmal 60 Jahren wegen der Rassentrennung in der Nähe in einem Restaurant nicht bedient worden wäre während sein Sohn jetzt den Eid für das Amt des Präsidenten abgelegt hat.
Im Anschluss an die Rede verabschiedet er den früheren Präsidenten G.W. Bush der dann als Privatmann nach Texas zurückfliegt wo er in Midland von 20.000 Menschen begrüßt wird.
Um 14 Uhr (20 Uhr MEZ) beginnt die große Parade die vom Kapitol zum Weißen Haus geht. Dort werden 10.000 Teilnehmer mitmarschieren. Am Abend wird Obama bei 10 Bällen dabei sein. Die Kosten für die Feier werden auf mehr als 75 Mio US-Dollar geschätzt.
- Fr. Bundeskanzlerin Merkel fordert derweil eine bessere Zusammenarbeit was mich wundert weil sie dem bisherigen Anführer der USA bisher nicht mit ganz offenen Augen gefolgt ist.
- Der deutsche Bundespräsident Hr. Köhler gratuliert und lädt zum Besuch nach Deutschland ein. Gerüchten nach ist auch für April bereits ein Termin geplant.
- Der französische Präsident Nicolas Sarkozy möchte mit Obama zusammen "... die Welt verändern..."
- Gordon Brown, Premierminister von Grossbritannien bietet eine enge Kooperation an während Königin Elizabeth II. ihm alles Gute für die Herausfordungen die vor ihm liegen wünscht.
- Die Obdachlosen in Washington müssen wegen der Feiern die Plätze in der Innenstadt räumen. Für sie wurden von der Stadtverwaltung 2800 Notbetten eingerichtet.
- Die neue Internetseite des Weißen Hauses wird freigeschaltet: www.whitehouse.gov. Während dessen blockieren die Fans das Internet.

- Der neue US Präsident Barack Obama beginnt fast sofort mit seiner Arbeit: Bushs Verordnungen werden genau so wie die Guantánamo-Verfahren ausgesetzt. Ausserdem werden die Generäle ins Weiße Haus eingeladen.
- Wenige Stunden nach der Vereidigung werden folgende sechs Minister vom Senat bestätigt: Agrarminister Tom Vilsack, Bildungsminister Arne Duncan, Energieminister Stefen Chu, Heimatschutzministerin Janet Napolitano, Innenminister Ken Salazar und Eric Shinseki als Minister für Veteranenfragen.



Mehr zum Geschehen in diesem Jahr findet man in der Wikipedia: 2009

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Spitzbohrer 01/12/2009 21:32

Dann beginnt bald das Frohlocken und Hosianna singen,also schon mal fleißig üben.

Mal beobachten wie in vier Jahren Amtszeit um zehn Jahre älter wird. Wie es aussieht kann er keinen Blumentopf gewinnen und einen Krieg den sein Vorgänger begonnen hat,den schon überhaupt nicht.

Die Amtseinführung von Barack Obama naht und damit eine riesige Party in Washington. Aus Angst vor Anschlägen wurde nicht nur das Mitbringen von Waffen verboten,sondern auch das von Kinderwagen.

Nix 01/13/2009 06:13


Ich finde genau das sehr spannend wie die nächsten Jahre wirklich verlaufen werden. Obama wird sicher keine Wunder bewirken und die Welt nicht von heute auf morgen verbessern können. Durch Waffen
kann man keinen Krieg gewinnen sondern indem man dem Gegner mit Verhandlungen die Waffen wegnimmt. Wunder wird er sicher keine vollbringen und ich finde es auch manchmal etwas übertrieben wie er
hochgehoben wird aber bei den Aussichten im Moment benötigen die Menschen auch etwas wo sie hoffen können. In den verbotenen Waffen und Kinderwagen bei der Party sehe ich den notwendigen Realismus
den er braucht um diese Jahre auch zu überleben. Weil er eben nicht nur Freunde hat.