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Das AKW Grundremmingen ist mit einer Leistung von 2x1344 MW das deutsche
Kernkraftwerk mit der grössten Leistung. Betreiber ist die Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH (KGG), die zu 75 % der in Essen ansässigen RWE Power
AG und zu 25 % der E.ON Kernkraft GmbH gehört (Wikipedia).
Mit der Genehmigung wird auch die Ableitung radioaktiver Stoffe über den Kamin erlaubt. Maximal zulässige Radioaktivitätsabgabe pro Jahr: 50 MBq für aerosolförmige Radionuklide mit Halbwertszeiten von mehr als 8 Tagen (außer Iod-131), maximal 0,5 MBq für Iod-131 und maximal 100.000 MBq für Tritium .
13. Januar 1977. Bei einem Unfall wird der gesamte Reaktor des AKW Grundremmingen A zerstört. Es hatte bei kaltem unnd feuchten Wetter ausserhalb des AKWs an zwei Hochspannungsleitungen Kurzschlüsse gegeben. Daher musste eine Schnellabschaltung eingeleitet werden. Mehrere Anlagenteile funktionierten nicht richtig. Durch die Fehlsteuerung wurde zuviel Wasser in den Reaktor gepresst. Durch Überdruckventile ergossen sich dann 200.000 Liter und radioaktives Wasser mit einer Temperatur von 80°C in das Reaktorgebäude. Dort staute es sich bereits 10 Minuten etwa drei bis vier Meter hoch auf.
Das Wasser wurde anschließend wie die Gase die frei geworden waren einfach in die Umwelt abgeleitet. Die Krebsrate in der Umgebung ist jetzt sehr hoch. Bei Insekten werden viele Missbildungen beobachtet (ÖDP).
Neben der Instandsetzung verlangten Politik und Aufsichtsbehörden eine Modernisierung der Leit- und Sicherheitstechnik. Wegen der für die Modernisierung erforderlichen Investitionen von 180 Millionen DM verzichteten die Betreiber später auf eine Wiederinbetriebnahme, zumal sich die neuen Blöcke B und C bereits im Bau befanden. Die kontaminierten Stahlteile wurden in Behälter gegossen und im Zwischenlager Mitterteich eingelagert.
19. Juli 1976. Man beginnt mit dem Bau der Blöcke B und C.
1976. Das AKW Grundremmingen A wird ausschließlich mit Plutonium (MOX-Brennelemente) betrieben.
19. November 1975, 10 Uhr 42. Im AKW Grundremmingen kommt es zu deinem Unfall bei dem zwei Menschen sterben. Bei Arbeiten an einen Nebensystem des Primärkreislaufs lösen 2 Schlosser die Halterung einer Stopfbuchse und es tritt explosionsartig ein radioaktives Dampf-Wasser-Gemisch mit einer Temperatur von 280°C aus. Das Leitungssystem war aus Zeitgründen und Kostenersparniss noch unter Druck.
Der jüngere der beiden, ein Meister im Alter von 34 Jahren wurde von dem Strahl direkt getroffen und ist sofort gestorben. Er konnte erst 15 Minuten nach dem Unfall von anderen Kraftwerksmitarbeitern in schweren Strahlenschutzanzügen geborgen werden.
Der andere war 46 Jahre alt und konnte sich zunächst trotz schwerer Verbrennungen aus dem engen Raum retten. Er wurde zur Notversorgung in das nahe Krankenhaus Lauingen gebraucht. Danach kam er mit einem Hubschrauber in eine Klinik für Brandverletzungen wo er in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages verstarb.
Nachdem erste Messungen der Radioaktivität erhöhte Werte ergeben hatten die beiden Leichen unter besonderer Abschirmung ist das Schwabinger Krankenhaus in München gebracht. Eine Dekontamination durch Abwaschen war wegen der grossflächigen Verbrennungen nicht möglich. Die Obduktion fand 2 Tage später statt. Von den beiden Leichen wurden dazu Teile abgetrennt (Lungenteile, Hirnhaut, Schilddrüse, Nieren, Teile von Leber und Milz) und bei der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung in München auf Radioaktivität untersucht. Die Strahlung soll den Untersuchungsergebnissen nach wegen der nur kurzen Strahlungsdauer keine möglichen Grenzwerte erreicht hatte. Die meiste Strahlung wurde an den Resten von Kleidern und Haaren festgestellt.
1974. Das AKW Grundremmingen A wird teilweise mit Plutonium (MOX-Brennelemente) bestückt.
Dezember 1966. Das AKW Grundremmingen A geht ans Netz.
1963. Der TÜV äußert nach der Prüfung der Baupläne für das AKW schwerste Bedenken weil bei einem Bruch der Speisewasserleitung das Reaktordruckgefäß innerhalb von 10 Sekunden alles Wasser verlieren. würde. In der Folge würden praktisch alle radioaktiven Spaltprodukte aus dem AKW in die Atmosphäre freigesetzt werden. Das bayerische Umweltministerium gibt dennoch die Genehmigung zum Bau (ÖDP).
14. Dezember 1962. Bereits jetzt nur 5 Monate nach Antragsstellung wird der Bau des AKW Grundremmingen genehmigt. Zuvor war eine protestierende „Notgemeinschaft Atom-Kraftwerk Gundremmingen-Offingen“ wurde mit in Aussicht gestellten Geldern zum Verstummen gebracht worden.
13. Juli 1962. Nachdem die Stadt Nürnberg wegen ihrer Trinkwasserschutzgebiete im Mündungsgebiet des Lechs gegen den anfangs geplanten Standort Bertoldsheim an der Donau protestiert hatte, wurde rund 50 Kilometer donauaufwärts in Gundremmingen (Wikipedia) Deutschlands erstes Großkernkraftwerk am 13. Juli 1962 beantragt, schon am 14. Dezember 1962 genehmigt und im Dezember 1966 in Betrieb genommen.
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