Kindermissbrauch in der katholischen Kirche

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Katholische Kirche Bad Wildbad

 

04. April 2010. Kardinal James Levada. der Nachfolger Josef Ratzingers (heute Papst Benedikt XVI.) im Amt des Glaubenspräfekten, soll als Erzbischof von Portland einen pädophilen Priester versetzen lassen haben ohne die betroffene Gemeinde zu informieren. Die Missbrauchsvorwürfe lagen zu dem Zeitpunkt 20 Jahre zurück und der Mann hatte sich einer Therapie unterzogen wie Levada unter Eid ausgesagt haben soll (Tagesschau).

 

03. April 2010. Man bemüht sich um Schadensbegrenzung  und weist die Kritik am Papst als sogenannte Kampagne zurück (Tagesschau, Sueddeutsche).

 

02. April 2010. Kein Ausstieg für den Papst (Telepolis). Zollitsch spricht von Fehlern der Kirche im Umgang mit Missbrauchsopfern (Tagesschau, Heute, Spiegel, Welt). Der Karfreitag wird vom Missbrauchskandal geprägt (Heute, Sueddeutsche) Immer mehr wenden sich von der katholischen Kirche ab (taz). Die Bischöfin Jepsen spricht bei Sexualität von einer guten Gabe Gottes (taz). Ein Vatikanprediger bringt in der Situation mal wieder einen Judenverfolgungsvergleich (Welt).

 

01. April 2010. Der österreichische Kardinal Christoph Schönborn gesteht in einem Bußgottesdienst die Schuld der katholischen Kirche ein (Welt). Der Papst geht zum Auftakt der Osterfeierlichkeiten nicht auf den Missbrauchsskandal ein (Spiegel).

 

31. März 2010. Es gab bereits 4459 Anrufsversuche bei der neuen Beratungshotline. Man geht von 1000 Menschen die versucht haben anzurufen aus. Mit 162 Leuten wurden Gespräche geführt (Tagesschau). Kardinal Karl Lehmann räumt ein dass die Kirche das Problem der Pädophilie unterschätzt habe (Focus).

 

30. März 2010. Die katholische Kirche startet eine Beratungshotline für Missbrauchsopfer (Tagesschau). Opfer werden aber wohl nicht gerade bei der Institution anrufen in welcher sie missbraucht wurden (Heute).

29. März 2010. Pfarrer Albert Bauernfeind der vor 15 Jahren abgesetzt wurde weil er es gewagt hatte die Sexualmoral  der katholischen Kirche anzuprankern sieht in der Krise einen Anlass für die Kirche sich in die Richtung zu verwandeln die er damals gefordert hat (Sueddeutsche)


25. März 2010
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Das Kirchenrecht verträgt sich nicht mit dem weltlichen (Sueddeutsche). Leider greifen manche zu nicht sauberen Mitteln um die katholische Kirche zu bestrafen und verursachen grössere Sachschäden an Einrichtungen der Kirche (Sueddeutsche).

24. März 2010. Das Vertrauen der Deutschen zur katholischen Kirche und in den Papst ist stark eingebrochen. Es vertrauen nur noch 17% (Ende Januar 29%) der Kirche und 24% (Ende Januar 38%)dem Papst (Stern).

23. März 2010
. Der Versuch des Bistums Regensburg, den NAZI-Vergleich von Bischof Müller zu vertuschen (Sueddeutsche). Zucht und Orden (Sueddeutsche).

22. März 2010
. Gotthold Hasenhüttel, Theologie-Professor, vom Priesteramt suspendiert ist der Meinung dass der heutige Papst als Präfekt der Glaubenskongregation durch sein schreiben vom 18. Mai 2001 mit dem er allen Bischöfen unter Androhung kirchenrechtlicher Strafen untersagt hatte Missbrauchsfälle an die Öffentlichkeit zu tragen die Hauptverantwortung für die Vertuschungen trägt (Focus).


21. März 2010
. Botschaft des Papstes ohne Mitgefühl (Tagesschau, Focus) und fehlendem Realtiätsbezug (Tagesschau) er ist bedenklich entrückt (Welt). Das Ende des Zölibats? (Sueddeutsche). Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller rückt die Berichterstattung der Medien in die Nähe der kirchenfeindlichen Haltung der Nationalsozialisten  und versucht sich damit wieder daran aus Tätern Opfer zu machen (Sueddeutsche, Focus, Telepolis). Der Zentralrat der Juden ist an der Stelle natürlich wieder mal entsetzt (Focus) und es soll kein Naziverfgleich gewesen sein (Focus).

Gerüchten nach soll der Papst möglicherweise doch noch zu den Missbrauchsfällen in Deutschland Stellung beziehen (Welt).

 

20. März 2010. Papst Benedikt XVI. hofft auf Reue, Heilung und Erneuerung (Heute, Focus, Welt).Der Opferperspektive wird im Vatikan offensichtlich keine grosse Priorität eingeräumt (Telepolis). Der Hirtenbrief des Papstes (Vatikan - Nicht offizielle Übersetzung, Spiegel) enthält keine Erwähnung Deutschlands (Tagesschau, Heute, Welt) soll aber für die ganze Kirche gelten (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, Welt). Das Schweigen des Papstes zu den Fällen in Deutschland kommt nicht gut an (Heute, Stern) und enttäuscht die Missbrauchsofer (Spiegel). Der Papst gibt die Schuld an den Missbrauchsfällen der liberalisierung der katholischen Kirche und weigert sich die wirklichen Probleme zu sehen (Sueddeutsche).

 

19. März 2010. Kindermissbrauch ist Gotteslästerung (Welt). Der Papst will heute den Hirtenbrief an die irischen Bischöfe unterschreiben (Tagesschau) und er soll dann morgen veröffentlicht werden und 20 Seiten umfassen (Tagesschau). Die Mehrheit der Deutschen ist mit einer Mehrheit von 87% für die Abschaffung des Zölibats (Tagesschau).

 

18. März 2010. Die Bischöfe lassen sich dazu herab sich bereit zu erklären in Zukunft alle Verdachtsfälle auf Missbrauch sofort der Staatsanwaltschaft zu melden (BR-Online).

 

17. März 2010. Frau Merkel fordert die ganze Wahrheit zu dem was geschehen ist  und spricht von einer Debatte über Verjährungsfristen und Entschädigungen (Spiegel, Heute). Der Papst hat auf einer Generalaudienz die irischen Fälle angesprochen aber das was in Deutschland geschehen ist blieb unerwähnt (Tagesschau). Die Bischöfe bitten um Vergebung (Focus). Die katholische Kirche plant einen Entschädigungsfonds für Misshandlungsopfer (Sueddeutsche) an dem sich der deutsche Steuerzahler beteiligen soll (Sueddeutsche). Endlich reden die Opfer (Stern) und es werden hoffentlich lehren aus dem Missbrauchskandal gezogen (Spiegel).

16. März 2010
. Katholiken sind enttäuscht über des Papstes Schweigen (Focus). Die Piusbruderschaft klagt die Gesellschaft an (Focus). Der Trierer Bischof  Stephan Ackermann gibt die Vertuschungsversuche der Kirche zu (Focus, Heute). Nur noch ein runder Tisch ist übrig (Tagesschau, Sueddeutsche).

 

15. März 2010. Die katholische Jugend fordert ein Wort vom Papst (Focus). Der Vatikan geiselt die Kritik am Papst als Barbarei (ich geisle eher Leute die Kinder schlagen und sexuell Missbrauchen als Barbaren) (Spiegel) und kündigt eine Erklärung des Papstes zum sexuellen Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen an und will in einem Hirtenbrief an die irischen Bischöfe Maßnahmen bekanntgeben. Ob der Hirtenbrief auch die deutschen Fälle berücksichtigt ist offen (Sueddeutsche, Welt). Der österreichische Schriftsteller Josef Haslinger und seine Meinung dass die pädophile Zuneigung der Priester auch seine guten Seiten habe (Welt, Stern). Der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sieht die katholische Kirche in einer Krise (Focus).

 

14. März 2010. Die katholische Kirche und ihr umgang mit der eigenen verkorksten Sexualität (Telepolis). Der Papst macht die Merkel und schweigt (Heute), man ist der Meinung nach einer Skandalreihe die jetzt 2 Monate andauert wäre es immer noch zu früh dass er was sagt (Sueddeutsche, Spiegel, Stern, taz).

Günter Bierbrauer, 63, Professor für Rechtspsychologie an der Universität Luzern, promoviert bei Philip Zimbardo in Stanford wo 1979 das berühmte Gefängnis-Experiment zur Erforschung menschlichen Verhaltens in einer geschlossenen Einrichtung machte spricht über das Problem geschlossener Institutionen, in denen es ein Machtgefälle aber keine Kontrollmechanismen gibt (Sueddeutsche). Die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" ist der Meinung dass verucht werde Missbrauchsfälle als besonders häufig in der Kirche darfzustellen. Man sei aber die Institution die am klarsten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern vorgehe. Die Kritik an der Kirche in dem Zusammenhang soll völlig übertrieben sein und das Zölibat hat gaar keinen Anteil daran. Bei anderen ist sexueller Missbrauch verbreiteter ... bla bla (Sueddeutsche). In der Priesterschaft werden die Stimmen nach einer Lockerung des Zölibats lauter (Welt).

 

13. März 2010. Man versucht  wieder mit Hilfe der Politik von der katholischen Kirche abzulenken (Focus). Die Behauptung der katholischen Kirche dass nur sie von der Presse und den Lesern in die Pflicht genommen werden würde kann anhand der Statistik nicht nachvollzogen werden. Auf dem ersten Platz der Seitenabrufe liegt hier im Nixblog mit weitem Abstand die Odenwaldschule auf dem ersten Platz während die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche gerade mal mit einem Drittel der Abrufe und dem fünften Platz (Ettal Platz 12, Callboys Platz 13, die Domspatzen liegen ganz hinten auf dem 20. Platz) begnügen müssen (Nixblog).

Während der Papst davon überzeugt ist dass Gott den Sex nur dazu geschaffen hat dass er den Priestern das Zölibat als Geschenk machen kann (Telepolis) fordert Alois Glück (LB Bayernpartei), Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken die Lockerung des Zölibats (Heute, Welt, Focus, Sueddeutsche). Auch der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke spricht sich für eine Lockerung aus (Focus).

Die katholische Kirche in der Krise (Sueddeutsche).

In den letzten 10 Jahren seit 2001 kam es in der katholischen Kirche zu  etwa 3000 Missbrauchsfällen aus den vergangenen 50 Jahren erfahren. In 60% der Beschwerden ging es um Homosexualität, 30% beinhalteten heterosexuelle Kontakte und in 10% der Fälle (300) waren pädophile Übergriffe von Geistlichen.

Im Kloster in Plankstetten wurden offensichtlich Missbrauchsfälle gemeldet. Aus den 1960er Jahren soll ein heute 58jähriger Mann aus Regensburg von sexuellen Handlungen während seiner Schulzeit berichtet haben. Der damals 35 Jahre alte Mönch soll die Kinder im Schlafraum, Sportunterricht, beim Spazierengehen und beim Duschen unsittlich berührt haben. Der Mann soll über 5 bis 6 Jungen denen es genau so ging Bescheid wissen. 1967 wurde ein Angehöriger des Klosters verwiesen (Sueddeutsche).

Reformer fordern den Papst zu einer öffentlichen Entschuldigung auf (Sueddeutsche). In der Zwischenzeit sind aus fast allen Diözesen Missbrauchsfälle gemeldet worden. In einem Internat in Cloppenburg haben sich wahrscheinlich 3 Priester und 1 Laie an Kindern vergangen.

In der Schweiz wurden 60 Fälle gemeldet wo katholische Geistliche sexuellem Mißbrauch betrieben haben sollen (Spiegel). In Deutschland gibt es etwa 250 Internate in denen 40.000 Schüler untergebracht sind. Zu den Problemen die alle Internate beschäftigen gehören, Gewalt, schwierige sexuelle Beiziehungen und Drogenmissbrauch (Welt).

 

12. März 2010. Papst Benedikt XVI.   ist selbst in einen Missbrauchsfall verwickelt (Nixblog) und bequemt sich dazu, sich um das Thema zu kümmern und empfängt Erzbischof Robert Zollitsch um sich Bericht erstatten zu lassen (Tagesschau, Stern). Er gibt den Bischöfen Rückendeckung (Heute) und zeigt Betroffenheit - wahrscheinlich über die Kirchenaustritte und darüber dass der Geldhahn damit weniger sprudelt (Spiegel).

Einen Überblick über die ganzen Missbrauchsfälle zu behalten ist kaum noch zu schaffen. Insgesamt sind jetzt 23 Schulen und Internate in den Skandal verwickelt in denen von 250 Opfern Berichte über Missbrauch und Vergewaltigungen vorliegen. Die Karte der Leiden hilft ein wenig (Sueddeutsche).Die Pädophilen-Lobby versucht auch abzuwiegeln (Focus).

Abwiegeln bei Maybrit Illgner (Focus). Die Justizministerin wiederholt ihre Kritik an der katholischen Kirche (Focus).


11. März 2010. Die Katholische Kirche versucht die ihr unbequeme  Justizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger auszubooten indem sie ihre Gunst Bildungsministerin Schavan und Familienministerin Schröder schenkt von denen die Eine schon in der Vergangenheit nicht wirklich dadurch glänzte dass sie eine fortschrittliche Politik verfolgt und die andere nicht wirklich erfahren ist und beide der Katholischen Kirche nahestehen (Welt).
Der Ausschluss von Frauen aus der Kirchenleitung ist laut einem Artikel der Historikerin Lucetta Scaraffia in der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" mit dran Schuld dass es zu den Missbrauchsfällen kommen konnte (Welt).
Anselm Bilgri, der frühere Prior des Klosters Andechs spricht sich für einen offenen Umgang mit dem Thema "Sexualität" aus und kritisiert Bischof Mixa (Sueddeutsche).

In der Zwischenzeit sind aus 20 von den 27 Bistümern Missbrauchsfälle bekannt (Spiegel). Der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn will das Zölibat zur Diskussion stellen (Spiegel).

In Österreich im Stift Kremsmünster bei Linz wird von früheren Schülern mehreren Geistlichen vorgeworfen sie in den 1980er Jahren vor anderen geschlagen, gedemütigt und sich an ihnen vergriffen zu haben. Von 3 Geistlichen wurden die Vorwürfe anscheinend bestätigt. Sie sollen ihres Amtes enthoben worden sein.

In Österreich in der Oststeiermark soll ein Pfarrer in den 1970er und 1980er Jahren bis zu 20 Jungen und Mädchen bei Nachhilfestunden und Vorbereitungen zur Firmung sexuell missbraucht haben. Der Mann soll am Mittwoch sein Amt niedergelegt haben und die Vorwürfe in einem Interview mit der Wochenzeitung "Falter" zugegeben haben: "Es  war Missbrauch und es tue ihm furchtbar leid aber er sei seit 25 Jahren clean" (Welt).

Nachdem die Zahl der Kirchenaustritte im Februar noch nicht angestiegen war kommt es im März zu deutlich mehr Austritten. In München mit 354 innerhalb von 10 Tagen. An manchen Tagen treten in München bis zu 100 Leute aus der  katholischen Kirche aus (Focus).

Von der Bayerischen Staatsregierung wird der katholischen Kirche vorgeworfen die Meldepflicht von Missbrauchsfällen in der Vergangenheit "bewusst unterlaufen" zu haben (Focus).


10. März 2010. Bis Februar hat der Skandal keinen Einfluss auf die Austritttszahlen aus der Katholischen Kirche gehabt. 2008 hatte die Katholische Kirche mit 25,2 Millionen Mitgliedern in Deutschland 3 Millionen weniger als 1990. Im Kreisverwaltungsrat in München erklären jeden Monat mehrere hundert Menschen ihren Austritt. Die Tendenz scheint im Moment nicht anzusteigen. 2007 wurden von der Katholischen Kirche 4,7 Mrd. Euro an Kirchensteuer eingenommen. Im Moment besucht nur noch ein Anteil von 13% regelmäßig den Gottesdienst. 1950 waren es noch 50%. (Focus). Die Geschichte des sexuellen Missbrauchs (Focus). Unzucht im Schoß der Kirche (Focus). Reagiert der Staat zu lasch? (taz). Zwischen Verjährung und Vergeltung (Focus). Wie kann man Kinder schützen? (Heute) Wer wegsieht macht sich strafbar (Focus). Er hat sich bedient und ich schwieg (Focus). Das Reden der Lämmer (Focus).

In Sachsen, in Eilenburg  im Ernst-Schneller-Heim für erziehungsauffällige Kinder und Jugendliche gibt es einen ersten Verdachtsfall auf sexuellen Missbrauch. Von 1970 bis 11980 sollen täglich sexuelle Übergriffe wie dass die Kinder nackt zum Duschraum laufen mussten, einzelne Kinder dabei geschlagen und im Intimbereich berührt wurden, erfolgt sein. Die Caritas hat das Heim 1994 übernommen.

In Hessen, in Hofheim, im Kinderheim Vincenzhaus soll es in den 1950er und 1960er Jahren zu sexuellem Missbrauch und Misshandlungen gekommen sein. Eines der Opfer, der Unternehmer Ralf H., verlangt nun anscheindend Aufklärung über das Geschehen in der Zeit. Der Caritasverband hat eine Arbeitsgruppe gebildet um Vorwürfe von 3 ehemaligen Heimkindern nachzugehen (Tagesschau).


09. März 2010
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15.000 Missbrauchsfälle  von Kindern insgesamt werden in Deutschland pro Jahr angezeigt. Man geht von einer hohen Dunkelziffer aus und schätzt die wirkliche Zahl auf 300.000 (Heute).

Heute stellen Personen der Parteien mit dem C Justizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger an den Pranger anstatt zuerst einmal vor der eigenen Tür zu kehren (Spiegel) und der Vatikan lobt sich selbst (Welt).

In Düsseldorf wird gegen 17 ehemalige Psychologen der Diakonie ermittelt. Die Mitarbeiter der Firma Educon, einem Tochterunternehmen der Graf-Recke-Stiftung sollen ihre Schutzbefohlenen, autistische Kinder, misshandelt, ihrer Freiheit beraubt und genötigt haben. Die psychologische Betreuung der Kinder soll "teilweise extrem erschreckend" auf Videos aufgenommen worden sein. Die Vorwürfe wurden im Sommer 2009 bekannt, Educon hat Selbstanzeige erstattet und die Mitarbeiter zunächst suspendiert und später hinausgekickt (Tagesschau).

Auch in den Niederlanden breitet sich der Skandal um Kindermissbrauch in Einrichtungen der Katholischen Kirche aus. Ein Priester sagte aus dass er im Jugendpensionat "St. Maria ter Engelen" mehrfach gesehen hat wie Kinder durch Priester missbraucht worden sind.

In Österreich trat im Salzburger Kloster St. Peter der 64jährige Erzabt Bruno Becker zurück und gestand vor 40 Jahren als Mönch ein Kind missbraucht zu haben. Von einem 53jährigen werden zwei Benidiktiner-Mönche aus dem selben Kloster beschuldigt ihn mehrere Jahre lang missbraucht zu haben. Einer der beiden Männer die den Orden verlassen haben soll der Beichtvater des zu der Zeit zwölfjährigen Jungen geweisen sein. Ein weiterer Pfarrer in Steiermark soll bis zu 20 Kinder und Jugendliche zum Sex gedrängt haben. Der Täter behauptet er habe sich entschuldigt (Tagesschau, Spiegel).

 
08. März 2010
. Vom Bistum Augsburg wurde jetzt nach 10 Jahren ein Gemeindepfarrer zur Selbstanzeige gezwungen. 1999 soll das Bistum Hinweise auf "moralisch fragwürdige Verhaltensweisen" bekommen. Weil die Eltern jedoch angeblich darum gebeten haben wurde damals keine Strafanzeige gestellt. Der Pfarrer hat natürlich das Ganze bestritten, wurde aber anscheinend versetzt und mit einer Aufgabe betreut bei der er keinen "unkontrollierten Kontakt mit Kindern" bekommen konnte. Wegen aktuellen Hinweisen wurde der Fall jetzt wieder aufgerollt und dem Pfarrer nahegelegt worden sein die Tat von der Staatsanwaltschaft aufklären zu lassen (Sueddeutsche, Focus).

In Deutschland werden laut Schätzungen des Bundeskriminalamts insgesamt (die wenigsten wahrscheinlich davon in der Katholischen Kirche) pro Jahr etwa 300.000 Kinder missbraucht (Focus).
Der Skandal um Kindermissbrauch ist noch lange nicht am Ende (Heute). Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger fordert von der Katholischen-Kirche die Zahlung von Entschädigungen, will aber die Verjährungsfristen nicht erhöhen (Sueddeutsche).

 

07. März 2010. Vatikan-Berater bestellt scheinbar oft mehrmals am Tag Callboys für Homo-Orgien. Darunter sind auch junge Priester (Nixblog).

Als in katholischen Einrichtungen des Bistums München  Kinder sexuell missbraucht wurden war Papst Benedikt XVI.  in den Jahren 1977 bis 1982 dort Erzbischof. Die Bewegung "Wir sind Kirche" möchte daher auch vom Papst geklärt haben wie viel er wusste (Sueddeutsche, Stern).

In einem Kinderheim der Berliner Hedwigschwestern soll eine Nonne in den 1950er und 1960er Jahren eine ehemalige Bewohnerin missbraucht haben. Die heute 79jährige Frau soll 1986 aus dem Orden ausgetreten sein. Der Orden hat anscheinend Kontakt mit ihr aufgenommen (Focus).

Chronik der Skandale um Kindermissbrauch in der Katholischen Kirche (Heute).

 

06. März 2010. Die katholische Kirche will mal wieder hart durchgreifen  und erinnert mich damit an die brutalstmögliche Aufklärung eines Ministerpräsidenten in Hessen bei einem Schwarzgeldskandal (Sueddeutsche). Mit Abmahnungen scheint sie jedenfalls schnell dabei zu sein. Diesmal hat es den Blogger Bastiaan Zapf getroffen der eine kostenpflichtige Abmahnung bekommen hat weil "angeblich" eine seiner Behauptungen nicht stimmen soll. Dabei wurde diese Behauptung nur aus dem Handelsblatt  welches jedoch nicht abgemahnt worden sein soll wiedergegeben (Telepolis). 

Die bayerische Justizministerin Merk kritisiert die Verjährungsfristen für Missbrauch und fordert von der Kirche Aufklärung "ohne Wenn und Aber" (Sueddeutsche).


05. März 2010. In den 50er und 60er Jahren soll es auch bei den Regensburger Domspatzen zu schwerwiegenden Übergriffen gekommen sein (Nixblog).
Die Vertrauensperson Monika Preis der "Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern" bekam eine Unterlassungserklärung als sie das Bistum Regensburg über Vorwürfe gegen einen Pfarrer informierte (Sueddeutsche).
Ein Chorsänger aus dem Petersdom soll  Chorsänger als männliche Prosituierte vermittelt haben (Nixblog).

04. März 2010.
Kindheit in einer Klosterschule (Spiegel). Mit den Folgen muss der Missbrauchte ein Leben lang klarkommen. Auch die Gene dieser Kindern tragen Schäden davon (Stern).

03. März 2010. Der Leiter des Internats, Frater G., der Mindelheimer Maristen wurde im Jahr 2008  wegen Kindermissbrauch verurteilt und in ein Kloster in Recklinghausen strafversetzt.  Die Öffentlichkeit erfuhr nichts  davon und wurde massiv belogen (Sueddeutsche). Ermittlungen wegen Missbrauch in den hessischen Klöstern Fulda und Limburg (Tagesschau).


02. März 2010
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Razzia im Kloster Ettal (Nixblog).

 

28. Februar 2010. Erzbischof Zölitsch will keinen Runden Tisch zur Aufarbeitung des sexuellen Mißbrauchs in der Katholischen Kirche einrichten und lehnt damit einen Vorschlag von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ab (Tagesschau).

 

27. Februar 2010. Der Vatikan will das deutsche System kirchenweit installieren (Focus).

 

26. Februar 2010. In St. Ottilien in der Klosterschule der Missionsbenediktiner soll ein Pater in den 70er Jahren die Schüler nackt beim Duschen fotografiert haben. Die Jungen mussten sich wohl auch ohne Bekleidung in Toilettenpapier einwickeln (Sueddeutsche). Zolitsch will nicht gleich jeden Missbrauch anzeigen (Spiegel).

25. Februar 2010
. Um von den Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche abzulenken wird die Familie zum Sündenpful umdefiniert (Telepolis). Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Trierer Bischof Stephan Ackermann zum Beauftragten für Mißbrauchsfälle ernannt (SWR).

 

24. Februar 2010. Zwischen Bischof Zolitsch und Frau Leutheusser-Schnarrenberger entspannt sichs leicht (Tagesschau).

 

23. Februar 2010. Die Katholische Kirche ist der Meinung sie habe kein strukturelles Problem und überhaupt  soll ja die Familie für Kinder noch viel gefährlicher sein (taz).

Robert Zolitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz wagt es Frau Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger anzugreifen nachdem sie es gewagt hat sich darüber zu beschweren dass die katholische Kirche bislang nicht den Eindruck erwecke, dass sie auch nur bei Verdachtsfällen mit den Strafverfolgungsbehörden konstruktiv zusammenarbeiten wollte (Sueddeutsche, Telepolis).

 

22. Februar 2010. Die Basis der katholischen Kirche fordert die Freigabe des Zölibats (Heute).

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21. Februar 2010
. Der Jesuiten-Orden in den USA beantragt Insolvenz um den zu erwartenden Schadensersatzforderungen zuvorzukommen (Stern).

 

20. Februar 2010. Pater aus dem Franziskaner Orden auf dem Sankt Ludwig Kolleg in Bonn soll Schüler geküsst und Ringkämpfe mit Schülern in Unterhosen auf dem Bett gemacht haben (FR-Online).


19. Februar 2010. Überall Opfer (Sueddeutsche). Seine Peinlichkeit Bischof Mixa bekommt Unterstützung von Frau Beate Merk die ihm dankbar ist (Sueddeutsche).

18. Februar 2010. Der Skandal weitet sich auf 115 Missbrauchsfälle aus bei denen nicht nur mehr Jesuitenschulen betroffen sind (Sueddeutsche). Auch Frauen sollen beteiligt sein. Einige Opfer haben sich das Leben genommen (Welt).

17. Februar 2010. Der Papst hält die Irischen Bischöfe für Versager (Tagesschau).

16. Februar 2010. Der Vatikan will mit 24 herbeizitierten Bischöfen auf einem Krisengipfel die Missbrauchsfälle aufarbeiten (Tagesschau). Bischof Mixa schiebt die Schuld an den Missbrauchsfällen auf die sexuelle Aufklärung (Sueddeutsche).

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15. Februar 2010. Die Opferzahlen am Berliner Jesuiten-Gymnasium werden dreistellig (Spiegel). 

13. Februar 2010
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Wiederholt sich die Geschichte der frommen Sünderlein (Telepolis)?

 

12. Februar 2010. Der Mißbrauchskandal weitet sich um ein ehemaliges Jungeninternat in NRW aus (Spiegel) und im Erzbistum Paderborn gehts weiter (Heute). Es darf darüber gerätselt werden wie hoch der Anteil der pädophil veranlagten Priester wohl ist (Welt).

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10. Februar 2010. Die katholische Kirche zieht Pädophile an (Stern).


09. Februar 2010. Bischof Zölitzsch schweigt. Der Rektor des Bonner Kollegiums tritt zurück (Sueddeutsche). Irlands Scheinheilige wollen sich in Rom beraten lassen (Spiegel).


08. Februar 2010. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch in der Kirche breitet sich immer weiter aus (Telepolis).

 

06. Februar 2010. Der Jesuit Eberhard von Gemmingen und Ex-Chefredakteur des Radio Vatikan vergleicht die Verfolgung von Sexualstraftätern mit der Judenverfolgung (Welt). Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche (Sueddeutsche). Bistümer melden dutzende von Verdachtsfällen auf Kindermissbrauch (Spiegel). Fast 100 Kirchenmitglieder unter Verdacht (Welt, Stern).


05. Februar 2010. Die schlimmsten Missbrauchsfälle der katholischen Kirche (Stern).

03. Februar 2010. Wie die Kirche die Opfer zum Schweigen brachte (Stern).


01. Februar 2010
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Nach dem Fall in Berlin werden auch aus Hamburg Missbrauchsvorwürfe an einer Jesuiten-Schule bekannt (Heute). Durch die sich häufenden Missbrauchsfälle mit Beteiligung der Kirche wird das Zölibat wieder diskutiert (Welt).

 

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30. Januar 2010. Der Mißbrauchsskandal am Berliner Canisius Gymnasium weitet sich aus. Jetzt sollen es 22 Betroffene sein (Sueddeutsche).


28. Januar 2010. An einem katholischen Elitegymnasium in Berlin sollen sich in den 1970er und 1980er Jahren mindestens zwei Padres an Jungen vergangen haben (Welt, Stern).

 

10. Januar 2010. Auf die Einwohnerzahl gemessen hat der Vatikan den bei weitem höchsten Anteil an Gerichtsverfahren (Heute).



02. Januar 2010. In Argentinien wird der ehemalige katholische Erzbischof Edgardo Gabriel Storni wegen Kindermissbrauchs zu acht Jahren Gefängnis verurteilt (taz).

 

25. Dezember 2009. In dem  irischen Skandal um Kindesmissbrauch treten zwei weitere Bischöfe zurück (Tagesschau, Heute, Focus).

 

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24. Dezember 2009. Gerry Adams uns seine Dynastie der katholischen Kinderschänder (Telepolis, Welt).

 

12. Dezember 2009. Der Papst ist über die pädophilen Priester in Irland empört (Focus).

01. Oktober 2009. 1,5 bis 5% aller katholischen Geistlichen waren in den letzten 50 Jahren in Missbrauchsfälle verwickelt (1.html">Telepolis).


13. Juni 2009. In Irland wurden etwa 15.000 Kinder von Priestern und Laien als Sklaven gehalten und schwer misshandelt (Spiegel).

 


15. März 2009. Pfarrer aus Oberfranken versucht mit Hilfe von Detektiven missbrauchte Kinder dazu zu bringen ihre Aussage zu widerrufen (Sueddeutsche). Wenn ich den Text richtig interpretiere wurde der Typ zwar in den Ruhestand versetzt, steht aber trotzdem noch zeitweise auf der Kanzel zum predigen. Welch ein Hohn.

 

10. März 2009. Der Vergewaltiger des 9jährigen Mädchens aus Brasilien hat sich "kirchenrechtlich nicht schuldig gemacht" (Spiegel).

18. Mai 2001. Ratzinger stellt in einem Schreiben an alle Bischöfe die Missbrauchsfälle unter "päpstliche Geheimhaltung" deren Verletzung unter Kirchenstrafe steht. Er war 24 Jahre lang Präfekt der Glaubenskongregation in der alle schweren Sexualdelikte von Klerikern die auf diesem Erdball geschehen unter strenger Geheimhaltung gesammelt werden (Sueddeutsche).


Andere Kommentare um Kindermissbrauch und sexuelle Ausschweifungen im Nixblog

12.03.2010. Papst Benedikt XVI. ist in einen Missbrauchsfall verwickelt
11.03.2010. Kindermissbrauch bei den Wiener Sängerknaben
07.03.2010. Das Missbrauchsopfer "Amy" wehrt sich
07.03.2010. Kindermissbrauch am Canisius-Kolleg in Berlin
07.03.2010. Callboys im Vatikan
06.03.2010. Kindermissbrauch im Kloster Ettal
06.03.2010. Kindermissbrauch bei den Regensburger Domspatzen
06.03.2010. Kindermissbrauch an der Odenwaldschule in Heppenheim
06.02.2010. Kindermissbrauch in der Katholischen Kirche
24.05.2009. Internetsperren und Kinderpornographie 2 - April 2009
24.05.2009. Internetsperren und Kinderpornographie 2 - Mai 2009
24.05.2009. Internetsperren und Kinderpornographie 2
08.03.2009. Jörg Tauss - Schuldig oder nicht schuldig?
20.02.2009. Genitalverstümmelung - Beschneidung von Mädchen
12.02.2009. Kindermisshandlung und Zensurbestrebungen

 


 

Mehr zum Geschehen in diesem Jahr findet man in der Wikipedia: 2009

 

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Das Bild vom Mobiltelefon stammt von Wikimedia Commons von Andrew Fitzsimon
und wurde unter der public domain Lizenz veröffentlicht.
Das Bild von der Katholischen Kirche Bad Wildbad stammt von Wikimedia Commons von Johan Spaedtke aka Spade
und wurde unter der public domain Lizenz veröffentlicht

Veröffentlicht in Missbrauch und Misshandlung

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